{"id":127,"date":"2020-04-10T10:00:00","date_gmt":"2020-04-10T10:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/geschichte.bibibo.info\/?p=127"},"modified":"2020-06-07T19:51:27","modified_gmt":"2020-06-07T19:51:27","slug":"grabungen-am-duensberg-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte.bibibo.info\/?p=127","title":{"rendered":"Grabungen am D\u00fcnsberg &#8211; 2014"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/geschichte.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/image-6.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-128\" width=\"494\" height=\"319\" srcset=\"https:\/\/geschichte.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/image-6.png 753w, https:\/\/geschichte.bibibo.info\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/image-6-300x194.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 494px) 100vw, 494px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Arch\u00e4ologie im Gleiberger Land bilanziert Grabungen 2014<\/h2>\n\n\n\n<p>Biebertal (m): Ohne den Einsatz des Vereins &#8222;Arch\u00e4ologie im Gleiberger Land&#8220; w\u00e4re vieles, was inzwischen Aufschluss und Einblicke in die fr\u00fchgeschichtliche Siedlungsentwicklung am D\u00fcnsberg gibt, verborgen geblieben. Der zog Bilanz der Grabungssaison 2014.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2005 gibt es den Verein, und seit sieben Jahren das kleine Museum &#8222;Keltenkeller&#8220;. <br>Dort wiederum sind inzwischen weit mehr als 200 restaurierte Fundst\u00fccke aus den Grabungen der zur\u00fcckliegenden Jahre untergebracht. Langsam wird es eng, sagt <em>Arnold Czarski<\/em>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und zweiter Vorsitzender des Vereins. H\u00e4nderingend suche man R\u00e4ume, die zumindest als Lager genutzt werden k\u00f6nnen. Der Verein arbeitet ehrenamtlich, was bedeutet, dass alle Kosten, auch im Zusammenhang mit den teuren Restaurierungsarbeiten, ausschlie\u00dflich aus Mitgliedsbeitr\u00e4gen und Spenden finanziert werden m\u00fcssen. \u00d6ffentliche Zusch\u00fcsse gibt es keine. F\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Gemeinde, in Form der kostenfreien Nutzung der R\u00e4ume des Museums, ist man dankbar. <br>Die Grabungssaison 2014 ist inzwischen zu Ende. Vier Wochen lang waren sie wieder unterwegs, mit grobem und feinem Werkzeug, um Wertvolles aus dem Boden zu bergen. Seit 2008 gilt allj\u00e4hrlich (mit Ausnahme von 2010) die Konzentration dem Waldst\u00fcck &#8222;Lammert&#8220;, nahe Krumbach.<br>Die Existenz des sp\u00e4tkeltischen Grabfeldes ist schon lange bekannt. Die Ergebnisse der Ausgrabungen zeigen, dass die Bestattungen nicht nur innerhalb der sogenannten Grabg\u00e4rten stattfanden, sondern immer wieder auch Fundst\u00fccke au\u00dferhalb der h\u00fcgelf\u00f6rmigen Erhebungen auftauchten.<br>Mit Scherben von vier Urnen (eine sogar noch mit Deckel erhalten) wurde in der j\u00fcngsten Grabungssaison das Fenster in die Vergangenheit wieder ein St\u00fcck weit mehr aufgesto\u00dfen, f\u00fcgten sich weitere Puzzleteile zum Bild der Lebensumst\u00e4nde der Menschen, die lange vor der Zeitenwende den Biebertaler Hausberg besiedelten und an seinen H\u00e4ngen lebten. Genau dies ist es, was das Grabungsteam auch in diesem Jahr wieder anspornte und faszinierte. <br>Pro Tag waren es im Durchschnitt bis zu 20 Grabungsteilnehmer, die nicht nur mit Begeisterung, sondern auch, angeleitet durch die Arch\u00e4ologin <em>Regine M\u00fcller<\/em> und unter Leitung von <em>Arnold Czarski<\/em>, mit wissenschaftlicher Methodik ans Werk gingen.<br>L\u00e4ngst &#8222;infiziert&#8220; ist auch <em>Werner R\u00fcspeler<\/em> aus Fellingshausen, der mit Abstand \u00e4lteste Teilnehmer und schon viele Jahre im Team der Ehrenamtlichen dabei, in dem sich alle Alters- und Berufsklassen finden, au\u00dferdem Studenten aus Gie\u00dfen und Bochum und mit <em>Pauline Meunier <\/em>auch eine Franz\u00f6sin aus Paris, die hier beim Arch\u00e4ologieverein ihr Studiumspraktikum absolvierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer auf einen Fund st\u00f6\u00dft, darf ihn auch bergen \u2013 eine Art Ehrencodex. Neben den Urnen wurden auch Grabbeigaben in Form mehrerer Fibeln aus Bronze und Eisen geborgen. Im Museum, das jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr oder auch nach Vereinbarung au\u00dferhalb dieser Zeiten ge\u00f6ffnet hat, k\u00f6nnen die inzwischen restaurierten Funde des vergangenen Jahres besichtigt werden. Freie, anerkannte Restauratoren f\u00fchren diese Arbeiten durch. Der Verein will, wenn die Finanzierung steht, auch die neuen Funde restaurieren lassen. Rund 3000 Euro kostet allein die Restauration der keramischen Fundst\u00fccke.<br>Das Team untersuchte auf dem D\u00fcnsberg im Bereich der Siedlung auch zwei neue R\u00fcckewege mit einer Gesamtl\u00e4nge von 300 Metern. Hierbei konnten etwa 100 antike Gegenst\u00e4nde, von denen 90 Prozent aus Eisen und der Rest aus Bronze sind, geborgen werden. Die Fahrspurtiefe durch die Holzerntemaschinen betrage bis zu einen halben Meter. Dadurch seien nicht nur Funde, sondern auch Befunde stark gef\u00e4hrdet, so Czarski, weshalb man hierf\u00fcr f\u00fcr 2015 eine Grabungsgenehmigung beantragen werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.giessener-allgemeine.de\/kreis-giessen\/biebertal-ort848760\/archaeologie-gleiberger-land-bilanziert-grabungen-2014-12065480.html\">Gie\u00dfener Allgemeine<\/a>, 03.09.14 &#8211; Artikel: <strong><em>Voker Mattern<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arch\u00e4ologie im Gleiberger Land bilanziert Grabungen 2014 Biebertal (m): Ohne den Einsatz des Vereins &#8222;Arch\u00e4ologie im Gleiberger Land&#8220; w\u00e4re vieles, was inzwischen Aufschluss und Einblicke in die fr\u00fchgeschichtliche Siedlungsentwicklung am D\u00fcnsberg gibt, verborgen geblieben. Der zog Bilanz der Grabungssaison 2014. Seit 2005 gibt es den Verein, und seit sieben Jahren das kleine Museum &#8222;Keltenkeller&#8220;. 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